
Nadeln erweitern Migränetherapie
Wenn Medikamente alleine nicht helfen
US-Schmerzmediziner bereichern das gängige Migränemanagement um eine Akupunkturbehandlung. Sechs Wochen später berichten die akupunktierten Patienten, ihre Schmerzsituation habe sich deutlich entspannt, die Lebensqualität gebessert.
Schätzungen von Gesundheitsstatistikern zufolge leiden 4% aller Erwachsenen an täglich wiederkehrenden starken Migränesymptomen. Mit Medikamenten ist es oftmals nicht getan, so dass nicht-pharmakologische Therapien angeraten sein können.
US-Ärzte haben vor kurzem die Wirksamkeit einer zusätzlich in das Therapieschema eingegliederten Akupunktur in einer Studie an 74 Migränepatienten getestet. Die Nadeltherapie bestand aus zehn in regelmäßigen Abständen absolvierten Sitzungen. Hauptmessgrößen der Forscher waren die jeweilige Schmerzstärke und die durch die Migräne beeinträchtigte Lebensqualität.
Im Gegensatz zur Kontrollgruppe, die keine zusätzliche Akupunktur erhielt, zeigte sich in der Nadelgruppe eine deutliche durchschnittliche Schmerzlinderung, ebenso eine Besserung bei den migränebedingten Einschränkungen, darunter die allgemeine Beweglichkeit, die soziale Aktivität und die allgemeine Befindlichkeit.
Anhand ihrer Ergebnisse ziehen die Autoren den Schluss, eine Ergänzung des medizinischen Migränemanagements um die Akupunkturbehandlung schlage sich in sichtbaren Besserungen von Schmerzerleben und Lebensqualität nieder.
Publisher: DAAAM
Quelle: Coeytaux RR et al: A randomized, controlled trial of acupuncture for chronic daily headache. Headache 2005;45:1113-23.






